• Google+
  • Facebook
  • Bloglovin
  • Newsletter
  • Instagram
  • DmInsider

Koch die Tüte ohne Tüte - Bolognesesauce

6 comments

Ich habe vor Kurzem von einer tollen Aktion gelesen und möchte euch heute meinen Beitrag dazu vorstellen. Es geht um das Thema "Koch die Tüte ohne Tüte" - es sollen Gerichte gezaubert werden ohne Tüten oder Gewürzmischungen zu verwenden.
"Prima" habe ich mir gedacht und direkt mal überlegt, was ich machen könnte.

http://amorundkartoffelsack.blogspot.de/2015/06/koch-die-tute-ohne-tute.html

Was für Gerichte gibt es überhaupt in der Tüte?
Zu meinem Erschrecken musste ich feststellen -alle ^^
Schnitzel in Sahnesauce, Kartoffelgratin, Bolognese und sogar Rosmarinkartoffeln habe ich beim Stöbern entdeckt. Warum braucht man denn für Rosmarinkartoffeln eine Tüte?
Ich war auch etwas erstaunt, was teilweise an frischen Zutaten hinzugegeben werden soll, da für mich dadurch noch der positive "mal eben schnell"-Faktor verloren geht und ich mich häufig auch frage, was das Tütenprodukt dann noch dazu gibt?
Da Bolognesesauce das Tütenprodukt ist bei dem ich am meisten denke, dass frische Zutaten völlig ausreichend sind möchte ich euch heute dazu mein Rezept zeigen. Vielleicht erinnert ihr euch, dass ich schonmal relativ zu Anfang meines Blogs ein Rezept gepostet habe? Dieses hier wird nochmal ganz anders :) auch auf mein Zaubermittel Brühepulver habe ich verzichtet.

Warum die Tüte?
Ich glaube, dass es für viele vor allem die Zeitersparnis oder vielleicht Unkenntnis der Rezepte ist, was die Tütenprodukte so interessant ist. Teilweise habe ich im berühmten TV auch schon gesehen, dass Leute damit meinten Geld zu sparen.
Meine Meinung: eigentlich braucht man keine Tütenprodukte, da man auch mit wenig Aufwand und frischen Zutaten ein oft viel leckereres Essen zaubern kann - dennoch finde ich es okay auch mal zu den Pülverchen zu greifen wenn man sich danach fühlt.


Bolognese Rezept für 4 Portionen
Bevor nun die Zutatenliste folgt soll gesagt sein: bei Bolognese habt ihr sehr viel Spielraum auch mal neues zu probieren - wenn ihr eine der Zutaten nicht mögt könnt ihr sie weglassen, durch eine andere ersetzen oder ihr könnt auch recht einfach neue Zutaten hinzufügen. Zucchini esse ich beispielsweise sehr gerne in meiner Sauce.


Zutaten:
300g Spaghetti
300g Rinderhack
6 große reife Tomaten
1 Möhre
1 Frühlingszwiebel
5 Knoblauchzehen
1 Zwiebel
ca 30g Sellerie (Knolle)
250ml Rotwein
etwas Oregano
etwas Parmesan
Salz, Pfeffer

Wenn ihr etwas Zeit sparen wollt könnt ihr statt der Reifen Tomaten auch einfach eine Packung stückige oder passierte Tomaten kaufen.

Vorbereitung:
Wenn erstmal alles vorbereitet ist geht das Gericht recht schnell. Damit ich mich in der Zeit nicht verschätze schneide ich schonmal alle Zutaten, bevor ich den Herd anstelle.

Zuerst die stückigen Tomaten: um die Schale und somit störende Stücke in der Sauce weg zu bekommen brühe ich die Tomaten kurz. Die Schalen platzen dann förmlich ab und ihr müsst sie nur noch abziehen. Danach muss jeweils der Strunk entfernt werden und die Tomaten in Stücke geschnitten werden.
Als Variante könnt ihr auch die rohen Tomaten ohne Stunk in einen Mixer geben und eine feine Masse bekommen (die Schale stört dann eigentlich auch nicht groß) - wenn ihr es noch feiner und ohne die kleinen Kerne haben möchtet könnt ihr die Tomaten auch passieren.




Jetzt noch die Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und den Knoblauch schälen und pressen.
Die Möhre und Sellerie schälen und mit einer Reibe klein machen. Wer entsprechende Küchengeräte hat kann auch hier Zeit sparen und die Zutaten schnell darin zerkleinern. Auch die Frühlingszwiebel muss noch klein geschnitten werden.



Da später Parmesan dazu kommt könnt ihr diesen auch schon reiben oder noch warten, bis er an der Reihe ist - bei den Temparaturen zur Zeit schmilzt er ja schon fast dahin ^^

Ich würde behaupten nach der Vorbereitung ist schon mehr als die Hälfte geschafft. Und so geht es weiter...

Zubereitung
Zuerst brate ich Zwiebeln und Knoblauch an (übrigens bin ich ein großer Knoblauchfan, ihr könnt auch etwas weniger nehmen). Dazu sprühe ich etwas Öl auf den Boden der Pfanne oder des Topfes in dem ich koche - wenn ihr nichts zum Sprühen habt reicht etwa ein Esslöffel Öl zum braten aus.
Wenn die Zwiebeln mit dem Knoblauch anfangen zu braten gebe ich das Hackfleisch dazu.



Jetzt gebe ich zum ersten Mal Gewürze dazu: ordentlich Pfeffer und etwas Salz.
Für die Sauce ist es wichtig, dass ihr jetzt das Hackfleisch zu klein wie möglich zerteilt um später keine großen Klumpen zu haben.

Wenn das Ganze gut durchgebraten ist kommt der Rotwein dazu. Einfach die Piccolo Flasche in den Topf geben und dann einkochen lassen, bis nur noch etwas vom Rotwein über ist.


Dann kommen Sellerie, Möhre und Frühlingszwiebel dazu. Sie sollten ruhig ein wenig mit braten bevor ihr dann die stückigen Tomaten dazu gebt. Danach lasst ihr die Sauce etwas köcheln - am besten so lange ihr könnt, ich habe sie 20 Minuten kochen lassen.



Zum Schluss kommt in die Sauce noch etwas Parmesan und Oregano - dann nochmal ca 5 Minuten köcheln lassen und ihr könnt abschmecken und servieren.



So habt ihr eine sehr leckere Bolognesesauce gezaubert ohne viele Gewürze oder ein Tütenprodukt zu verwenden. Mir schmeckt das sehr viel besser.
Mit den richtigen Utensilien kann man die Vorbereitung innerhalb von ca. 10 Minuten fertig haben - das finde ich völlig in Ordnung für ein frisches Gericht.

Und nun: lasst es euch schmecken ;)


Guten Appetit, ich hoffe es hat euch gefallen.
Schaut auch mal in den anderen Beiträgen hier vorbei, es waren spannende und frische Rezepte.

Liebe Grüße,
Annika
Next PostNeuerer Post Previous PostÄlterer Post Startseite

Kommentare:

  1. Hallo Annika!

    Herzlichen Dank für deine Teilnahme! :) Die Schritt-für-Schritt-Anleitung ist super. Gefällt mir sehr gut - und damit kann ja wirklich jeder ganz sicher und einfach selbst "bolognesen".

    Toi toi toi! Abstimmen nicht vergessen, wenn die Zusammenfassung online geht!

    Liebe Grüße, Sonja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Sonja,
      danke für deinen lieben Kommentar und das Lob :) und danke auch, dass du die tolle Aktion durchführst :) ich freue mich schon durch die anderen Rezepte zu stöbern und abzustimmen.

      Liebe Grüße,
      Annika

      Löschen
  2. Hallo Annika.

    Ganz toller Artikel. Und das Thema spricht uns hier zu Hause richtig aus der Seele. Bei uns gibt es grundsätzlich nichts aus der Tüte. Wir kochen alles frisch.
    Man spart wirklich kaum Zeit. Am Ende zahlt man für Fertigfraß sogar noch drauf. Und die Zutaten sind weitaus besser und gesünder. Wenn man sich mal die Zutaten auf den Tüten ansieht, was da an Zuckerstoffen, Geschmacksverstärkern und Konservierungsstoffen drin ist. Alles auch noch mit künstlichen Aromen aufgepeppt. Und am Ende schmeckt alles gleich. Da kann der Gaumen gar keine natürlichen Aromen mehr aufnehmen. Da wird das Essen nur noch reine Nahrungsaufnahme. Der Genuss bleibt völlig auf der Strecke.
    Dabei gibt es doch so viele Internetseiten, auf denen man gratis Rezepte finden kann.
    Schön, dass du hier mal zeigst, dass es auch anders geht. :)

    Lieben Gruß,
    der Marco

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Marco,

      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Ich gebe zu, dass ich auch so ab und an mal was bestelle aber Tüten gibt es hier fast nie.
      Wenn ich mal von einer Woche Festival komme sehne ich mich wirklich sehr nach etwas frischem ;)
      Ich hoffe, dass ich bald auch mal mehr Zeit finde und einige deiner schönen Geschichten lesen kann - im Moment bleibt irgendwie viel auf der Strecke -.-

      Liebe Grüße,
      Annika

      Löschen
  3. Liebe Annika,

    vielen Dank für das leckere Rezept und die anschaulichen Fotos. Das geht auch ohne Tüte! Kochen muss nicht schwer sein. So ist es viel leckerer! Mit der Anleitung und den Fotos kann im Grunde nichts mehr schief gehen.

    Es ist schon erstaunlich, wie viel als Fertigpackung genutzt wird! Ich habe einmal in einer Firma für Convenience Food gearbeitet. Man glaubt kaum, was so alles in Restaurants als Fertigprodukt für den Dämpfer geliefert wird.

    Liebe Grüße
    Renate

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Renate,

      heute ist ja leider das wenigste so richtig frisch... und man darf sich über jeden freuen, der noch richtig kochen kann habe ich das Gefühl. Eine Tüte für Rosmarinkartoffeln war tatsächlich das komischste was ich gesehen habe. Bei vielen Gerichten musste man auch noch viel frisches zu tun, so dass ich mich gefragt habe was dann noch in der Tüte ist?

      Liebe Grüße,
      Annika

      Löschen