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Angenehmer durch die Periode mit Ruby Cup #bb2g

3 comments
Wusstet ihr, das mein 4. erfolgreichster Beitrag ein Post über Tamponentsorgungsbeutel ist? Er hat sehr viele Klicks bekommen, was mich recht überrascht hat.
Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, euch nochmal einen Beitrag aus dem Bereich "Monatshygiene" vorzustellen. Jungs, ihr könnt also ruhig in einem anderen Beitrag stöbern gehen ;)

Durch "Blog better 2gether" hat sich die Möglichkeit ergeben, die Ruby Cup zu testen - eine Menstruationstasse. Menstruationstasse? Ihr habt davon noch nie gehört? Gleich könnt ihr alles lesen, was ihr darüber wissen müsst.


Was ist eine Menstruationstasse?
Um es kurz zu fassen: eine Menstruationstasse ist eine Alternative beispielsweise zu Binde und Tampon. Hierbei wird das Blut nicht aufgesaugt, sondern in der Tasse selbst gesammelt und später entleert.
Ihr fragt euch sicher, warum man in Erwägung ziehen sollte, so eine Tasse zu nutzen? Mit Tampons kommt man doch auch gut zurecht, oder nicht?
Es gibt mehrere Aspekte, die man betrachten kann, um die Nutzung einer Menstruationstasse in Erwägung zu ziehen.
  • Sie kostet weniger und produziert weniger Müll:
    Eine Ruby Cup beispielsweise hält 10 Jahre - in diesen 10 Jahren würdet ihr locker über 1000 Tampons nutzen (und das ist schon sehr grob gerechnet mit 10x12x3x3 und abgerundet) angenommen eine Packung mit 50 Tampons kostet 4€, da liegt man bei ca. 80€ (im stark abgerundeten Beispiel). Eine Ruby Cup kostet hingegen in der teureren Special Edition ca 31€.
  • Weniger Angst vor Toxischem Schocksyndrom:
    Das Toxisches Schocksyndrom (TSS) ist vor allem durch das zu lange Tragen von Tampons bekannt. Oft wird deshalb empfohlen, Tampons ca. alle 4 Stunden zu wechseln um TSS zu vermeiden. Bei meinen Recherchen habe ich gelesen, dass durch Menstruationstassen noch keine Fälle von TSS aufgetreten sind.
    Meiner Meinung nach sollte man das Risiko aber nicht völlig außer Acht lassen, immerhin können die Bakterien durch die Hände übertragen werden. Bei der Ruby Cup wird empfohlen, je nach Blutung die Tasse nach 4-12 Stunden zu wechseln (Tamponhersteller: bis 8 Stunden).
  • Einfacheres "Wechseln":
    Auch wenn man schon Jahre lang Tampons nutzt kommen doch ab und an Situationen in denen man sich mit dem Wechsel beschäftigt und einem das "Problem" ständig im Kopf sitzt - "wohin bloß mit dem Müll?" könnte man sich in der einen oder anderen Situation fragen.
    Nicht jeder Männerhaushalt hat auch einen Kosmetikeimer und man möchte sicher nicht jedem unter die Nase binden, dass man seine Periode hat. Darüber, dass man Tampons auch nicht in der Toilette runter spült müssen wir ja nicht reden ;)
    Mit einer Menstruationstasse habt ihr keinen Müll, der entsorgt werden muss. Wenn ein Waschbecken in der Nähe ist könnt ihr sie kurz ausspülen und wenn nicht mit einem Taschentuch/Toilettenpapier auswischen.
    Noch ein Vorteil: Tampons kann man manchmal zu wenige dabei haben - bei der Menstruationstasse tritt das Problem nicht auf, wenn ihr sie einmal dabei habt.
Es gibt also ein Paar Gründe, weswegen man mal über einen Wechsel nachenken könnte - aber ist eine Menstruationstasse nicht ekelig? Sieht und riecht man nicht viel mehr vom Periodenblut als bei Tampons?
Diese Frage muss vermutlich jeder für sich beantworten, meine Erfahrungen möchte ich im nächsten Abschnitt mit euch teilen.


Auf der Seite von Ruby Cup gibt es noch mehr Informationen rund um das Thema Menstruationstasse und besonders zu den Ruby Cups.

Die Anwendung
Um die Ruby Cup einzusetzen, müsst ihr sie C-förmig falten und einführen. Wenn ihr sie nicht mehr mit den Fingern zusammen drück entfaltet sie sich, drückt sich gegen die Scheidenwand und erzeugt einen kleinen Unterdruck, durch den sie fest sitzt.
Beim Entfernen müsst ihr dann zuerst den Unterdruck lösen, indem ihr beispielsweise die Wand der Tasse leicht eindrückt, danach könnt ihr sie am Stiel rausziehen und säubern um sie erneut einzusetzen.


Meine Erfahrungen
Ich habe schon einige Male etwas zu Menstruationstassen gelesen und mir Gedanken darüber gemacht, ob ich es mal ausprobieren sollte, oder nicht. Mit Tampons komme ich gut zurecht und trotzdem habe ich mich entschieden einmal eine Menstruationstasse auszuprobieren. Die perfekte Gelegenheit dazu habe ich dann durch das bb2g bekommen.
In verschiedenen Berichten habe ich vorab gelesen, dass es nur etwas für einen ist, wenn man dazu bereit ist, sich auch mit dem Menstuationsblut auseinander zu setzen... das klang für mich ehrlich gesagt nicht nach etwas, was ich machen wollte.


Um es kurz zu machen: ich bin froh, etwas neues probiert zu haben und werde die Ruby Cup auf jeden Fall weiter nutzen! Die ganze Anwendung finde ich angenehmer als bei Tampons und sie lässt sich super in meinen Alltag integrieren.
Das Einführen und Herausnehmen muss man etwas üben, bis alles gut sitzt und man nichts mehr von der Menstruationstasse spürt. Den Stiel kann man wenn man möchte auch mit einer Schere kürzen, wenn er einen stört.
Was sich vielleicht jeder fragt und was nicht so leicht auszusprechen ist: Die Ruby Cup zu entleeren ist auf gar keinen Fall so ekelig, wie man es sich vorstellt. Ich würde den Geruch als sehr viel angenehmer bezeichnen als bei einem Tampon und was man sieht unterscheidet sich in meinen Augen nicht großartig - bei der Menstruationstasse sieht es in meinen Augen natürlicher aus.
Ein weiterer Pluspunkt: die Menstruationstasse trocknet euch nicht so aus, was für den Körper auf jeden Fall angenehmer ist.

Warum habt ihr bisher noch nichts von Menstruationstassen gehört?
Der Anschaffungspreis ist höher als der für Tampons und man muss so eine Tasse einmal etwa alle 10 Jahre kaufen - das bedeutet, dass nicht viele Menschen den Supermarkt aufsuchen und nicht viele Menstruationstassen über den Tisch gehen. Aus der Schule und durch andere kennt man ja auch oft nur die üblichen Methoden wie Tampons und Binden - dadurch wird es etwas schwerer, die Menstruationstassen kennen zu lernen.
Durch das Internet bieten sich aber mittlerweile mehr Möglichkeiten und einige Drogeriemärkte bieten auch Menstruationstassen verschiedener Hersteller an.


Warum Ruby Cup?
Ich habe bisher nur die Ruby Cup probiert und kann sie empfehlen. Einen Vergleich zwischen verschiedenen Marken kann ich euch leider nicht bieten.
Was ich super an der Ruby Cup finde: die Firma engagiert sich für soziale Projekte. Für jede Ruby Cup bekommt ein Mädchen eine Ruby Cup, welches sich sonst vielleicht keine Hygieneartikel leisten kann. Zusätzlich wird noch Aufklärungsarbeit geleistet.
All das macht die Ruby Cup nicht zu teuer und ist in meinen Augen ein guter Pluspunkt.


Kessi von Kessis Testblog und Frini von Frinis Teststübchen haben auch über die Ruby Cup berichtet. Drei Meinungen sind besser als eine, wenn ihr über den Kauf der Menstruationstasse nachdenkt - schaut doch mal im Bericht von Kessi oder auf Frinis Seite vorbei.

Fazit
Wie schon gesagt: die Ruby Cup wird für mich Tampons ersetzen. Ich finde es schade, dass es Menstruationstassen schon recht lange gibt und man kaum etwas davon weiß. Oft wird auch auf Facebookseiten erstmal negativ reagiert, wenn über das Thema geschrieben wird - ganz nach dem Motto "so komme ich doch auch zurecht, was soll ich mit so einem ekeligen Ding?".
Ich würde mich sehr über eure Fragen, Gedanken oder eigenen Erfahrungen in den Kommentaren freuen.

Liebe Grüße,
Annika


Für weitere Infos zum 2. Bloggertreffen, den Sponsoren und zukünftigen Events, besucht doch einfach die Eventseite Blog Better 2Gether.
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Kommentare:

  1. Hmm, ich habe schon mal davon gehört, aber um ehrlich zu sein, bin ich so froh, dass ich meine Periode nicht mehr bekomme (3Monatsspritze), dass ich mich damit nicht auseinander setzen muss. Meine Tochter nimmt nur Binden.
    Trotzdem danke für deinen Post und hab einen tollen Abend.
    Liebste Grüße Sandra

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  2. Huhu meine Liebe,

    ein sehr schön geschriebener und wunderbar informativer Bericht! Ich danke dir dafür und freue mich, dass die Ruby Cup bei dir so gut ankommt.

    Liebste Grüße *Frini*

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  3. Ich habe schon öfters davon gehört konnte mich aber bisher nicht dazu überwinden sie auszuprobieren. Aber ich gebe zu dass du mich neugierig gemacht hast!

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